5 · Budgets & Sparziele
Der Tab „Ziele" trägt beide Hälften. Ein Budget und ein Sparziel sind dieselbe Rechnung — nur die Richtung des Vergleichs unterscheidet sie.
„Höchstens 400 € für Lebensmittel" und „mindestens 100 € in den ETF" sind derselbe Satz, einmal nach oben, einmal nach unten begrenzt. Beide messen, wie viel in einem Monat aus einer Kategorie abgeflossen ist.
Ein Monat heißt hier: von Zahltag zu Zahltag
Budgets und Ziele zählen im selben Zeitraum wie die Übersicht — vom letzten Zahltag bis zum Tag vor dem nächsten, nicht vom Ersten bis zum Letzten. Kommt dein Gehalt oder deine Rente am 29., ist dein Budget am 1. nicht wieder voll: Das Geld, mit dem du es bezahlst, ist ja schon seit zwei Tagen da und zum Teil ausgegeben.
Der Zeitraum heißt nach dem Monat, in dem er endet — vom 29. September bis 28. Oktober ist „Oktober". So steht es auch über der Übersicht und der Analyse. Ohne erkannten Zahltag gilt der Kalendermonat.
Eine Kategorie bekommt entweder ein Budget oder ein Ziel. Beide zählen verschieden, und nebeneinander zeigten zwei Karten zwei Zahlen für dieselbe Sache.
Budgets
Ein Budget ist ein Limit je Zeitraum für eine Kategorie — inklusive ihrer Unterkategorien. Ein Budget auf „Essen & Trinken" umfasst Supermarkt, Restaurant, Lieferdienst und Bäckerei zusammen.
Die Warnstufen
- Im Rahmen — alles gut.
- Fast aufgebraucht — die Warnschwelle ist erreicht, standardmäßig 80 %.
- Droht überschritten zu werden — bei deinem bisherigen Tempo reicht es nicht bis zum nächsten Zahltag. Diese Warnung kommt erst ab dem dritten Tag: Ein Großeinkauf direkt nach dem Zahltag würde sonst jedes Budget als gefährdet melden.
- Überschritten.
Was nicht mitzählt
- Umbuchungen — Geld aufs eigene Sparkonto ist kein Verbrauch.
- Lastschriften, die eine PayPal-Zahlung tragen — verbraucht wurde beim Händler, und die Zahlung steht daneben.
Erstattungen mindern den Verbrauch, weil sie in derselben Kategorie ankommen. Schickst du die Hälfte des Einkaufs zurück, zählt nur die andere Hälfte.
Der Vorschlag
Beim Anlegen schlägt padit den Median der letzten sechs Zeiträume vor, aufgerundet auf zehn Euro. Der Median und nicht der Durchschnitt, damit ein einzelner Urlaub das Limit nicht dauerhaft nach oben zieht.
Sparziele
Ein Sparziel ist ein Betrag je Zeitraum, den du mindestens zurücklegen willst.
Warum eine Kategorie und kein Konto
Naheliegend wäre, das Ziel auf dein Tagesgeldkonto zu richten. Das trägt aber nicht: Das Konto sagt, wohin das Geld geht, nicht wofür. 1.300 € aufs eigene Konto zur Kreditbedienung und 200 € aufs Tagesgeld sehen als Umbuchung identisch aus.
Nebenbei deckt die Kategorie den Fall ab, dass das Zielkonto gar nicht verbunden ist: Der ETF-Sparplan bei einem Broker ist dann eine gewöhnliche Ausgabe vom Girokonto — und wird trotzdem richtig eingeordnet.
Nicht jede Kategorie steht zur Wahl
Zur Auswahl steht nur, wo ein Abgang tatsächlich ein Zurücklegen ist: Sparen, Rücklage, Altersvorsorge, Depot — und eigene Kategorien, die du als „Sparen & Rücklagen" angelegt hast.
Das ist keine Aufräumfrage. Ein Ziel zählt Abflüsse: auf „Apotheke" gerichtet wäre es erreicht, indem du mehr Medikamente kaufst, und auf „Einkommensteuer" durch eine höhere Steuerlast. Die Zahl stünde nicht nur nutzlos da, sie hieße das Gegenteil dessen, was sie behauptet.
Sparen und Rücklage sind zwei verschiedene Dinge
Sparen legt an, Rücklage legt beiseite. Depot, Tagesgeld und Altersvorsorge sind Anlageformen — Geld, das liegen bleiben soll. Eine Rücklage wird angespart, um ausgegeben zu werden: der Urlaub, der nächste Rechner, die Waschmaschine, wenn sie ausfällt.
Deshalb heißen die Unterkategorien der Rücklage nach dem Zweck — Urlaubskasse, Anschaffungen, Notfall & Reparaturen — und nicht nach dem Konto. Das Konto ist ja oft dasselbe.
Entnahmen zählen dagegen
Wer 200 € aufs Tagesgeld legt und 500 € zurückholt, hat nicht gespart, sondern entnommen. Der Stand des Zeitraums kann deshalb negativ sein. Ein bei null gekappter Wert machte aus einem geplünderten Monat dieselbe Auskunft wie aus einem, in dem nichts passiert ist.
Passiert das mehrfach, sagt padit es: „Du gehst regelmäßig ans Ersparte." Ein einzelner Zeitraum im Minus kann eine Anschaffung sein — die Wiederholung ist ein Befund. Die Karte nennt die Zahl und führt in die Ausgabenanalyse, ohne Ratschlag.
Es wird nicht hochgerechnet
Beim Budget warnt die Hochrechnung vor etwas, das noch abzuwenden ist. Beim Ziel wäre sie ein Fehlalarm: Sparen läuft meist als Dauerauftrag an einem festen Tag, und bis der kommt, steht die Kategorie bei null. Ein Ziel, das drei Wochen lang „hinterher" meldet und am Tag des Dauerauftrags erreicht ist, meldet nichts.
Solange der Zeitraum läuft, ist ein offenes Ziel deshalb schlicht offen.
Der Vorschlag wird abgerundet
Anders als beim Budget. Ein Ziel über dem, was du bisher geschafft hast, ist schon beim Anlegen verfehlt.