4 · Verträge & Abos
Verträge sind das Rückgrat der App. Nur was als Vertrag steht, wird vorhergesagt — in „frei verfügbar", in der Umsatzliste und in der Vorschau.
Was padit von allein erkennt
padit gruppiert deine Buchungen nach Zahlungspartner und sucht darin einen Takt. Findet es einen, entsteht ein Vertrag oder ein Vorschlag — je nachdem, wie sicher die Sache ist.
- 2 – 4 Buchungen — Vorschlag, den du bestätigst.
- Ab 5 Buchungen — padit legt den Vertrag selbst an.
Fünf saubere Wiederholungen sind die Grenze, ab der man von einem laufenden Vertrag und nicht von einem Zufall sprechen kann. Erkannt werden wöchentliche, monatliche, vierteljährliche, halbjährliche und jährliche Takte.
Eine ausgefallene Zahlung bricht die Serie nicht. Wenn deine Miete einmal mit einer Gutschrift verrechnet wurde und der Betrag aus der Reihe fiel, erkennt padit die Lücke als Lücke — und nicht als Ende.
Was nie ein Vertrag wird
- Bargeldabhebungen. Wer jede Woche hundert Euro zieht, hat keinen Vertrag, sondern eine Gewohnheit. Sie landen unter der Kategorie Bargeld.
- Umbuchungen zwischen deinen eigenen Konten.
- Serien, die aufgehört haben. Liegt die letzte Buchung mehr als zwei Takte zurück, entsteht weder Vertrag noch Vorschlag — sonst stünde ein gekündigtes Abo als aktiv in deiner Prognose.
Die Rückfragen
Automatisch angelegte Verträge zählen sofort überall mit. Auf der Übersicht fragt padit sie trotzdem einzeln ab — weil nur du weißt, was richtig ist.
„Ist das ein Vertrag?"
Drei Antworten, nicht zwei:
- Passt — der Vertrag bleibt, die Frage verschwindet.
- Kein Vertrag — die Zuordnungen werden gelöst, und padit schlägt dasselbe Muster nicht wieder vor.
- Gab es, läuft nicht mehr — die Historie bleibt, der Vertrag wird stillgelegt und zählt nicht mehr in Prognose und Budget.
Die dritte Antwort fehlte lange, und ohne sie war jede Wahl falsch für etwas, das es gab und das nicht mehr läuft.
„Läuft das noch?"
Kommt, wenn eine erwartete Abbuchung mehr als fünf Tage ausbleibt. Gerechnet wird ab deiner letzten tatsächlichen Zahlung plus einem Takt — nicht ab einem gespeicherten Datum, das vor sich hin altert.
Bestätigst du „läuft noch", ist Ruhe. Bleibt auch die übernächste Zahlung aus, fragt padit wieder — und das ist richtig so.
„Der Betrag hat sich geändert"
Weicht die jüngste Abbuchung um mehr als 3 % vom hinterlegten Betrag ab, fragt padit nach. Denn eine einzelne abweichende Buchung sieht gleich aus, ob sie eine Beitragserhöhung oder eine Nachzahlung ist — das kann kein Verfahren entscheiden, du in zwei Sekunden.
- Übernehmen — der Vertragsbetrag wird nachgeführt. Wichtig: Ohne das fehlt die Erhöhung dauerhaft in deiner Liquiditätsrechnung.
- Nur diese Buchung — war eine Nachzahlung.
- Neuer Vertrag — derselbe Empfänger, ein zweites Abo. Apple etwa bucht iCloud und TV+ über dieselbe IBAN.
Antwortest du dreimal hintereinander „nur diese Buchung", gilt der Vertrag als schwankend und fragt nicht mehr. Strom, eine Police mit Dynamik, eine Abrechnung nach Verbrauch — dafür ist das gedacht. „Übernehmen" hebt das wieder auf.
Preisentwicklung
Im Vertragsdetail steht der Verlauf aller zugeordneten Beträge. padit meldet eine Erhöhung nur, wenn sich der alte Preis gehalten hat — mindestens zwei Buchungen in Folge.
Der Grund ist ein echter Fehlalarm: Eine mit der Miete verrechnete Rückzahlung ließ einen Monat von zwölf niedriger stehen, und die Rückkehr zum gewohnten Betrag meldete die App als Preiserhöhung, samt Prozentsatz.
- Erhöhungen werden zwei Monate lang gemeldet, dann nicht mehr. Der Hinweis ist eine Aufforderung — nachrechnen, widersprechen, kündigen —, und die verfällt.
- Senkungen haben kein Zeitfenster, dafür eine Bedingung: Sie verschwinden, sobald der hinterlegte Vertragsbetrag beim neuen Preis angekommen ist. In der Analyse ist „Günstiger geworden" damit eine Liste, die sich abarbeiten lässt.
Mit Zur Kenntnis genommen beendest du eine Meldung früher. Steigt der Preis ein Jahr später erneut, kommt der Hinweis wieder — quittiert hast du diese Erhöhung, nicht das Thema.
Einen Vertrag selbst anlegen
Zwei Wege: aus einer Buchung heraus (Buchungsdetail → Vertrag) oder über das Plus in der Vertragsliste.
Beim zweiten Weg sucht padit nach dem Namen, den du tippst, und legt dir die gefundenen Buchungen mit Haken vor. Diese Auswahl ist wichtig — aus ihr leitet padit ab, woran der Vertrag künftige Zahlungen wiedererkennt. Ein Vertrag ohne Zuordnung findet nie eine Buchung.
Beim Bearbeiten stehen auch Buchungen in der Liste, die der Name nicht findet. Was du abwählst, wird gelöst — und kommt beim nächsten Abruf nicht zurück.
Die Kategorie ist Pflichtfeld, und das hat einen Grund: Aus ihr baut die Analyse die Aufstellung „wofür dein Einkommen gebunden ist". Ohne sie landet der Vertrag im Sammelposten „Ohne Kategorie" — und mit der Hälfte des Vertragsvolumens darin sagt die Karte nichts mehr.
Bei Quartals- und Jahresverträgen: der Monat zählt
Der Zehnte alle drei Monate ist März/Juni/September/Dezember genauso wie Januar/April/Juli/Oktober. Trag die nächste Fälligkeit deshalb richtig ein — sonst rät padit, und in zwei von drei Fällen falsch.
Darlehen
Hat deine Bank ein eigenes Darlehenskonto geliefert, musst du nichts eintragen. padit liest Zinssatz, Kreditsumme, Restschuld, Rate, Restlaufzeit und Ablösedatum aus den Buchungen.
Liegt die Auszahlung vor deinem Importzeitraum, bleibt die ursprüngliche Kreditsumme unbekannt — sie steht dann nicht da, statt geraten zu werden. Restschuld und Zinssatz stimmen auch in diesem Fall.
Kredite ohne eigenes Konto
Siehst du nur die Rate vom Girokonto abgehen, brauchst du drei Angaben: Kreditsumme, Zinssatz und Startmonat. Erst damit kann padit Restschuld und Laufzeit rechnen.
Den Startmonat setzt padit automatisch, wenn deine Buchungen ihn belegen — wenn also vor der ersten Rate genug Historie liegt, in der eine Rate hätte auftauchen müssen. Reicht sie nicht, bleibt das Feld leer und fragt. Geraten wird er nicht: Aus ihm folgt, wie viele Raten schon geflossen sind.
Die Vertragsliste
Drei Bereiche: laufende Verträge, Darlehen und Vorschläge. Umbuchungen stehen in einem eigenen Reiter, mit eigenem Symbol und ohne Ausgabenfarbe — Rot für Geld, das im Haus bleibt, wäre schlicht falsch.
Stillgelegte Verträge stehen unter Deaktiviert und lassen sich mit einem Griff wieder einschalten.